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Oddyseus, Faust, Sebb

"Da steht ein verträumter Junge in der Pausenhalle. Sein Blick geht ins Leere und die Augenringe erzählen von langen Abenden, an denen er dem Alltag entflieht. Er schaut sich um, in seinem Blick liegt stets etwas Suchendes. Ja, das Suchende Element ist sein ganzes Leben. Er war immer, was er nie sein wollte. Er bemühte sich, doch viel zu viel blieb auf der Spur. Auf dem Weg zu sich selbst und auf dem Weg durch die Welt eckte er so oft an, dass er taumelt. Und heute? Nun steht er da, und schaut sich um. Er sucht die Frau, bei der er den Kopf in den Schoß legen kann und bei der er alle Sorgen und den ganzen Missmut dieser Welt abladen kann, um sie ganz rein zu erleben. Er will alles das sein, was ihm fehlt, das hat er sich geschworen. Die Vergangenheit erzählt von Versuchen, erzählt vom Scheitern. Die Hoffnung schwindet in ihm, doch das kleine Herz kämpft stetig gegen die Welt an, die ihm erzählt wie sie ist. Er will sie nicht, er will sie so nicht. Nein, er glaubt nicht daran. Da draußen gibt es jemanden, für den die Welt das ist, was er sucht. Da draußen gibt es jemanden, der weiß, wie die Welt ist und weiß, wie sie sein sollte. Und was soll er tun? Soll er werden, wie die anderen. Soll er primitiv seine Lüste befriedigen und sich an den Günsten der Welt laben, oder soll er sein, was er sich so sehr wünscht?
Ihm ist es egal, ob sie ihn verstehen. Er merkt es zwar, aber er will sich auch nicht um ihre Meinung kümmern. Er will so sein wie er ist und er hofft, dass sie es versteht. Sein Blick ist leer. Er lässt ihn durch die Pausenhalle schweifen, bis ihn der Alltag wieder fängt."
16.1.07 00:37
 


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