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Das ist also der Anfang

Das ist also der Anfang eines Blogs. Ich halte viel von diesem Bloggen. Bin sozusagen begeistert davon. Man bekommt die Möglichkeit sich seiner Umwelt in vollem Maße zu präsentieren, seine Einstellungen und Ideen oder Meinungen zu erzählen oder einfach seine kleinen Geschichten. Man kann wunderbar Monologe in die Welt schreien und mitunter sein rhetorisches Geschick trainieren. Ob jemand meine Bloggs liest ist mir im Grunde egal, wobei ich nicht ausschließe, dass ich micht nicht darüber freuen würde, wenn es so wäre. Monologe sind etwas Schönes: Man erfährt meistens furchtbar viel über sich und führt zudem eine Diskussion mit einem Diskussionspartner, der ausnahmslos der eigenen Meinung ist und nicht widerspricht.
Nunja und das Bloggen bietet auch die Möglichkeit mal über die kleinen Dinge des Lebens zu schreiben. Solche, die im traurigen Alltag meist keine Erwähnung finden, aber amüsant oder interessant genug sind, um einfach mal ausgesprochen zu werden. Beispielsweise, dass ich heute träumte ich sei Mönch geworden. Damit kam ich übrigens überraschenderweise sehr gut aus, abgesehen davon, dass ich mich penetrant am kahl rasierten Kopf jucken musste, was glaube ich einer der Hauptgründe ist, die gegen das Mönchsein sprechen. Ansonsten finde ich es interessant ein Leben nach dem Dienen auszurichten und sich von den materiellen Werten der Aussenwelt loszusagen. Ist doch traurig, dass wir unsere Zeit für Geld und damit Macht und Luxus verwenden, aber so selten mal über etwas wirklich wichtiges nachdenken. Wie zum Beispiel Schlaf nachholen. Dem werde ich mich nun mal mit äußerster Konzentration und exzentrischer Präzision widmen.
8.5.06 23:33


Sprache

Um mir den sowieso nicht sonderlich heiteren Tag etwas aufzuhellen, versuche ich mir gerade über die Sprache Gedanken zu machen. Es ist schon amüsant, dass Benutzung und Bewutzung unmittelbar auseinander entstehen und zudem sich nur in einem Buchstaben unterscheiden. Die Folge einer Verwechslung könnte aber katastrophal enden.
In einer Diskussion mit einem Kumpel, dessen Mutter alleinerziehend ist, ist mir aufgefallen, dass jene Dame sein Vormund ob seiner Minderjährigkeit ist. Verbunden mit der Tatsache, dass sie seine leibliche Mutter ist, ist sie entsprechend komibiniert sogar sein Muttermund.
Ja, ich mache mir über die Sprache so meine Gedanken. Jugendsprache zum Beispiel. Wie kommt man bitte auf das Wort "chillen" als Synonym für relaxen, entspannen? "to chill" bedeutet ins Deutsche übersetzt "sich schauern/ frösteln". Ich kann mir beim besten Willen keinen wirklich logischen Zusammenhang puzzlen. Oder Pflanzennamen. Wie zum Teufel kommt man auf Stiefmütterchen? Gut, dass man die Stiefmutter gelegentlich auch mal in oder vielmehr unter die Erde pflanzen würde ist verständlich, aber eine Blume deshalb danach zu benennen?
Irgendwie ist es dringend Zeit schlafen zu gehen -_-
10.5.06 01:09


Freiheit

Eine Illusion! Wir rennen hinter der Illusion der Freiheit hinterher, von Tag zu Tag. Kennt ihr es nicht? Wenn Abschied in der Luft liegt; Wenn du Trennung spürst; Wenn Veränderung die Zukunft bestimmt, dann hat man diese Sehnsucht.
Auch wenn man sich nach echten Freunden sehnt; MEnschen, die einen verstehen und in jeder Lage ganz gleich wie sie aussehen sollte zu untersützen wissen; Menschen, die so sind wie man selbst, die wissen, wie man tickt und die genau wissen, wann sie wie mit mir umgehen müssen. Wirkliche Freunde, solche, deren Existenz beinahe aus einer Hollywoodproduktion stammen möchte. Jene, die so viel Halt im Leben bieten, dass es vorbei ziehen könnte, wenn es wollte. Jene, die auch für schlimme Worte Verständnis finden und wissen, dass es ein Morgen gibt. Solche sucht man, denn man will mit ihnen diese Erfahrung machen: Die Erfahrung Freiheit.

Im Grunde sind wir alle abhängig und wir sind längst nicht frei, nur weil wir unserer Ketten spotten. Ich mochte diese Role Play Spiele immer unheimlich gern, weil ich am Anfang meines Lebens entscheiden durfte, welchen Charakter ich spielen durfte. Ich konnte entscheiden, wo ich lebe und welchem Beruf ich nachgehe. Das ist genau das, wonach ich mich in meinem Leben sehne. Klar, ich bin frei, kann in die Stadt fahren wenn ich will, oder ins Schwimmbad gehen. Aber kann ich, nur weil ich es möchte, heute in mein Auto steigen um an einen Ort zu fahren, weit weg von meinem zu Hause, und dort einfach leben?
Nein. Selbst wenn meine Freunde mitkämen und meine Eltern Verständnis hätten. Selbst wenn, Schule, Geld, nein es würde nicht gehen.

Ich habe seit dem Lied "Free Bird" von Lynard Skynard, eigentlich schon vorher, aber seit diesem Lied denke ich darüber nach. Ic habe diesen Traum. Meine Freunde und die Personen, die mir das wichtigste bedeutet, abgesehen von meiner Familie. Diese Freunde, welche nicht viel wären, wahrscheinlich an einer Hand abzählbar, würde ich nehmen und ein neues Leben anfangen. Ein Leben, das ich liebe, ein Leben, das mir ist. Ein Leben, für das nur ich stehe!
Wer hat mich gefragt, ob ich das Leben, was ich lebe, leben will? Keiner. Ich tu es, von Tag zu Tag wieder. Alle sagen, es ist dein Leben, mach daraus, was du willst. Aber nein, ich kann nicht tun was ich will, oder doch?
Es ist, wie ein Vogel. Ein freier Vogel, der ein Lied singt. Der von Freiheit singt und wie das Leben, was ich mir wünsche und von dem ich träume, aussieht. Der Vogel singt, dass ich das Leben finden kann. Keiner kann mir sagen, ob ich, wenn ich das Leben lebe, was ich lieben würde, nicht auch die Gedanken von Freiheit und einem jeweilig anderen Leben hätte. Aber der Alltag, der mich hier fertig macht, könnte der sein, den ich liebe.
Wenn ich meinen Traum verwirklichen könnte und mit meinen Freunden das neue Leben anfange, was ich suche, werde ich die Sehnsucht los? Der Alltag würde sich wieder einstellen! Der verhasste Alltag! Aber es könnte auch ein Alltag sein, den ich gerne lebe.
In Wirklichkeit komme ich nicht weg. In Wirklichkeit bleibt Freiheit nur eine Illusion, denn der Horizont, der Freiheit verspricht, ist auch irgendwo kein Horizont mehr. Aber das ist auch gar nicht schlimm. Freiheit zeigt einem doch nur, was einem fehlt und was man gerne verändern würde. Ich hoffe, dass ich irgendwann den Mut habe, alles das zu verändern, was ich gerne würde. Im Moment muss ich zurückstehen und akzeptieren, weiter schlucken, und auf ein Morgen hoffen.
10.5.06 23:23


Keuschheitsgelübte

Wie ärgerlich! Gibt einem Grund an seiner Selbstbeherrschung und mitunter seiner Lebensgewandtnis essenziell zu zweifeln. Es kann einem an Taktgefühl kaum fehlen, wenn man jenes so ironisch umkehrt, dass man just im falschen Augenblick etwas zerstörerisch Stupides tut. Alles das sagt, was ich denke. Ich habe es geschafft innerhalb einer schwierigen Situation 3 Menschen grundlegend zu verletzen, einer davon bin ich selbst.
Alles was ich bin und was ich von zwischenmenschlicher Nähe und Zuneigung halte, habe ich gestern aufs Spiel gesetzt und verpokert und nun ist es an mir die Trümmer meiner Unkontrolle aufzuräumen.
Es war mehr als ein einfacher Fehler, aber selbst zu eigenst hergeführten Katastrophen muss man stehen und so stehe auch wie ein Mann die Brust in den Wind gestreckt und tue einfach, als ob ich dem Wind stand hielte.
Ganz egal ob ich noch offiziell mit Canan zusammen war, Fakt ist, dass ich sie immernoch liebe und ich weiß, dass sie es auch tut. Die Tragik und der romantische und deshalb umso traurigere letzte Abend mit ihr, der für die Ewigkeit stehen sollte, wird bedroht von jenen Gefühlen des Zweifels, die aufkommen, wenn man weiß, dass der Partner fort ist. Ich habe gegen meine Prinzipien, gegen meine Lebenseinstellung und gegen alles das verstoßen, was ich bin. Die Konsequenz ist klar: ich muss beichten. Keinem Gott, sondern den Menschen, die ich liebe und das ist first of all Canan. Und mitunter muss ich mir selbst eingestehen was passiert ist und meine SChlüsse daraus nur für mich selbst ziehen. Nämlich dass körperliche Zuneigung in Zukunft Rarität ist.
Bis ich sie treffe, will ich mich von Gelüsten wie körperlicher Zuneigung lossagen. Klingt extrem, ist es auch. Klingt hart, ist es wahrscheinlich auch. Klingt komisch, ist es umso mehr. Klingt aber auch edel - aber es ist ganz gleich wie es klingt. Ich will nicht der sein, aus dem die Welt mich machen möchte, sondern im Gegenteil: Glauben ist im Grunde nicht widerlegbar, weil es die Grenzen menschlicher Argumentationsmöglichkeiten, nämlich die Grenzen von Fakten und auf Sachlichkeit beruhenden Tatsachen überschreitet. Und ich will weiter an das glauben, was ich bin.
Nennt es weltfremd!
Nennt es wie ihr wollt.

Im Übrigen gabelt sich dort vorne mein Weg. Der eine ist schön angelegt und verspricht wohligen Gang und breiten Komfort, ist aber auch gezeichnet von schweren Schritten und es wird mich viel Überwindung kosten, trotz des Attraktes meiner Umgebung weiterzulaufen und wer weiß, ob ich nicht über einen der schönen Randsteine stolper? Eigentlich weiß ich sogar, dass ich stolpern werde. Die Alternative ist ein karger Weg, dessen Ziel unbekannt und dessen Zeichen die Einsamkeit ist.

Ich freue mich auf Australien!!
14.5.06 14:03


Wenn die Sonne bereits untergegangen ist und das letzte nüchtern kalte Licht vor der Nacht flüchtet, dann riecht der Tag nach Abschied und die Vögel zwitschern ein letztes Lied vom jüngsten Tag.

Während ich das Gefühl habe der Schule nachzulaufen ohne sie einzuholen und ich merke von meiner Arbeit überrannt zu werden, suche ich den Jungen, der mal so sicher den Stress des Alltags besiegte. Statt dessen finde ich einen Jemand, der sich von Tag zu Tag kämpft, dessen Horizont blutrot statt rosarot ist und der nicht mehr weiß, wo unten und oben ist.
Es ist also habe man den großen Ast aus der Hand verloren und fällt immer weiter in den Abgrund des Lebens, obgleich so manche Hand einen vom Fallen zu bewahren versucht. Und trotzdem findet man nicht den Halt, der die Mitte des Lebens bildet. Man sehnt sich danach, von jemandem in den Arm genommen zu werden, gedrückt zu werden, Herz an Herz, jemand, der einen versteht und genau weiß, wie es einem geht. Ein richtiger Freund, oder der Partner. Ersteres zu weit weg, zweiteres leider aus meinem Leben.

Ich glaube ich schreibe mal wieder ein paar Gedichte...

Ersteinmal gebe ich mir nun die volle Packung Masochismus und begeb mich in die romantischste Situation, die mir atm einfällt: Ein Spaziergang bei sternenklarem Himmel, mit Hundi natürlich.
18.5.06 22:27


Neuanfang?

Überraschendswerterweise hat sich meine Laune ob dem masochistischen Versuch den letzten Tropfen zum überlaufenden Fass zu finden eher zum Guten gewandt. Sprach ich eben noch von Abschied so viel mir ein, was mir das Leben schon vor langem gezeigt hat: Wo ein Abschied ist, ist auch ein Willkommen; wo ein Ende ist, ist auch ein Anfang!
Abschied und Neuanfang geben zusammen Veränderung. Und ob jene Veränderung positiv oder negativ ist, soweit man sie überhaupt in solche Grenzen einzuordnen vermag, das entscheide immernoch ich!
Schwer ist sie, keine Frage. Ich suche Freundschaft, Liebe. Biete selbiges.
Voraussichtlich wird die Zeit ein guter Lehrer sein, der mit absoluter Strenge aber gleichzeitig erfrischender Hoffnung und Mut alte Wunden heilt und neue Wege aufzeigt. Und um wenigstens dem guten Anglizismendeutsch noch einmal würdig zu werden:

We'll see !
18.5.06 22:59


Arbeitsleben

Beachtlich enorm, wieviel Zeit die Arbeit für sich beansprucht. Wenn ich darüber nachdenke, dass ich 15 Stunden Zeit pro Woche an der Kasse eines Großmarktes verbringe, dann ist gleichzeitig erstaunlich, wie schnell sie vergehen. Auch wenn ich lange kein Spaß mehr an dieser eigentlich doch viel anspruchsvolleren Aufgabe als ursprünglich angenommen habe, verdiene ich dort relativ gutes Geld und obwohl es mein erster Lohn ist, ist er zugleich das finanzielle Ufer.
Diese 15 Stunde in der woche sind ungefähr die doppelte Zeit, die ich damals meiner Freundin schenken durfte. Mitunter muss ich mir aber eingestehen, dass ich zwischen Schule, Sport und Arbeit kaum mehr Zeit für eine Freundin und eine Beziehung habe. Was mir natürlich auch die Zeit nimmt über meine vergangene oder die Nichtexistenz einer Beziehung nachzudenken, denn die Vorzüge des Singlelebens habe ich mir ja selbst verboten, woran ich zunehmenden Zweifel finde. Das gehört aber wahrscheinlich dazu.
Jedenfalls fällt mir auch auf, wie anstrengend das Arbeitsleben ist. Selbstverständlich habe ich mit anstrengenden Plänen gerechnet, aber leider impliziert gerade ein Aushilfejob keinerlei Möglichkeit an der Gestaltung des Arbeitsplans mitzureden. Folglich werde ich meist so eingeteilt, dass ich andere Sachen verlegen oder fallen lassen muss. Besonders in der Ferienplanung behagt mir das gar nicht und ich habe schon den ein oder anderen Gedanken daran verschwendet, den Job nach 2 Monaten wieder zu kündigen - Ein Sebb lässt sich nicht rumschubsen. Allerdings winkt gutes Geld, welches Grundlage meines weiteren Überlebens sein würde.
Ich bin dann mal arbeiten ...
27.5.06 14:35


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