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Euthanasie

Euthanasie kommt ursprünglich aus Griechenland. Danach hatte ein Mensch das Recht es zu beenden, sofern es durch Krankheit oder Altersgebrechlichkeit „lebensunwert“ geworden sei. Da die christliche Lehre Suizid generell verbot, wandelte sich das Verständnis von Euthanasie zur Pflicht des Arztes, einem sterbenden den Tod zu erleichtern. Ein Vorgehen, was die Verkürzung selbst kranken Lebens zur Folge hat, ist in Deutschland laut StGB § 216 strafbar.
Der nationalsozialistische Staat tarnte unter dem Begriff Euthanasie seine Rassenlehre und nutzte jene Sterbehilfe zur Legitimation der Vernichtung von „unwertem Leben“.

Und so begab es sich, dass 2 Menschen in der Straßenbahn auf dem Weg zur Arbeit gegenüber saßen. Der eine war Theologieprofessor und las in einem Buch. Er hatte einen dichten Vollbart und machte einen gutmütigen Eindruck. Der andere hatte eine Spitzbrille auf und kurze Haare. Er hatte ein Bein geknickt und den Fuß über das Knie des anderen gelegt und seinen Koffer darauf abgelegt. Der Arzt ergriff das Wort, als er den Titel des Buches sah, dass der Theologieprofessor las.
„Schlimm, dass Euthanasie immer noch verboten ist.“, sagte er.
„Warum?“, wollte der bärtige Theologieprofessor wissen.
„Das Leben ist freiwillig. Wir selbst müssen das Leben mit seinen Schwierigkeiten und Tiefpunkten doch von Tag zu Tag leben und es liegt an uns zu entscheiden, ob wir das wollen. Das Leben darf nur freiwillig sein. Tausende Menschen leben nur noch, weil sie Angst vor dem Tod haben oder vielmehr den Schmerz fürchten, der fast jeden Tod begleitet. Es gibt allerdings chemische Substanzen, die einen schmerzfreien Tod ermöglichen (Thiopental, Opiate). Wieso sind diese Produkte chemischer Forschung für beispielsweise unheilbar kranke Hunde im Gebrauch und sogar zum Tode verurteilten Straftätern wird der Zugang zu solchen Produkten gegönnt. Wieso sind die Produkte nicht ALLEN zugänglich?
Warum gönnt man jemandem, der nicht mehr leben möchte, nicht alles das, was das wichtigste aller Grundgesetze verspricht? „Die Würde des Menschen ist unantastbar“.
Selbstmorde und –Versuche schocken oftmals die Gesellschaft. Aber vor allem, weil sie meist grausam passieren. Tod durch Erhängen – man erstickt grauenvoll. Wieder andere stürzen sich aus Fenstern und von Klippen und verenden entstellt. Die Grundgesetze, die für das Leben gelten, sollten auch den Tod implizieren, denn er ist ja nur das Ende des Lebens, also ein Part dessen. Wenn man Menschen fragt, wie sie sich ihren Tod vorstellen, oder auf welchen Tod sie hoffen, antworten sie meistens, dass sie gerne ohne Schmerzen in ihrem Bett einschlafen würden. Selbstverständlich ist das auch ein schöner Gedanke: Sein Leben ruhig am besten im Beisein seiner Liebsten zu beenden.
Wenn beispielsweise ein älterer Mensch erfährt, dass er Krebs hat und infolgedessen in den nächsten 3 Jahren verenden wird, so offeriert man ihm die Überlegung vorher aber schmerzfrei zu sterben. Er muss nicht an den Qualen des Krebs leiden. Er muss nicht in einem Hospiz, einem Sterbehaus, auf seinen Tod warten, der noch in verschiedene Phasen unterteilt wird. Er muss nicht langsam zusehen, wie sein Körper nach und nach abstirbt, wie seine Haare ausfallen und wie er immer lebensunfähiger wird. Stattdessen bietet man ihm die Möglichkeit ein letztes Jahr sein Leben entsprechend intensiv zu genießen und es danach selbst vorzeitig zu beenden und das nach seinen eigenen Vorstellungen und Wünschen.
Allerdings gibt es Menschen, die nichtmal mehr fähig sind sich selbst das Leben zu nehmen, selbst wenn sie es möchten. Nehmen wir mal an, man ist vom Hals ab gelähmt, so kann man lediglich die Mimik als Mittel der Kommunikation nutzen, in seltensten Fällen vermag man noch zu sprechen. Man erachtet sein eigenes Leben nicht mehr als lebenswert, sollte man dann nicht das Recht bekommen zu sterben? Wahrscheinlich kann man es selbst nicht mehr, aber sollte dann ein Arzt nicht die Befügung erteilt bekommen können, den kranken Menschen zu befreien?“
2 Stationen lang fuhr sich sein Gegenüber durch den Bart, ehe er die Stimme anhob:
„Jeder Mensch hat Anspruch auf ein menschwürdiges Sterben.“
Kurz flog er mit den Augen über die Gesichter derer, die sich langsam um sie geschart hatten und dem Gespräch lauschten. Dann fuhr er mit zusammengezogenen Brauen fort:
„Gott stellt uns in unserem Leben, was wahrlich nur er uns geschenkt hat, einige Aufgaben. Die letzte ist der Tod. Jene Aufgabe muss jeder von uns selbst bewältigen und sie kann uns von keinem Arzt abgenommen werden. Allerdings kann und muss einem dabei geholfen werden. Praktisch besagt das, dass dem Sterbenden neben medizinischer Pflege zur Linderung der Schmerzen auch hygienische Pflege geboten wird. Dazu soll eine vertrauensvolle Atmosphäre voll Solidarität und Nächstenliebe geschaffen werden, wie es die Gebote vorschreiben. Denn gerade die seelische Not muss gelindert werden. Der Tod, der das extentielle Ende von alldem ist, was wir lieben und was wir kennen, bereitet für die meisten wenn nicht alle Angst und Schrecken. Dabei muss jedem Sterbenden die Hoffnung gegeben werden, die der Glaube ist. Unser Apostel Paulus sagte „Christus will ich erkennen und die Macht seiner Auferstehung und die Gemeinschaft mit seinem Leiden; sein Tod soll mich prägen“ (Phil 3,10). Der Anspruch auf das menschenwürdige Sterben bedeutet auch, dass Hilfeleistungen unterlassen werden, sofern der Patient danach verlangt. Wenn nur eine Operation Weiterleben unter Schmerzen garantieren würde, sollte es dem Betroffenen überlassen sein.
Und wenn ein Patient, der durch einen Unfall in ein Koma versetzt wurde, aus dem er jeden Tag erwachen könnte und weiterleben könnte, so ist es unsere Pflicht alle Maßnahmen dafür zu treffen, dass er in seinem Koma gepflegt wird, bis er wieder erwacht oder stirbt. Solange die Aussicht besteht, dass er erwachen und weiterleben könnte, darf kein Gerät abgeschaltet werden und es ist die Aufgabe des Sozialstaats und letztlich unserer selbst dafür zu sorgen, dass die Kosten gedeckt werden. Sollte keine solche Aussicht bestehen, ist es an dem Arzt die Geräte abzustellen, nachdem er die Bewilligung des Patienten oder wenn nicht mehr möglich der Angehörigen eingeholt hat.
Viele von uns folgen einem Fehldenken: Der Mensch hat kein Verfügungsrecht über sein Leben. Gott schenkt es uns, wir müssen haushalten. Euthanasie ist Gottspielen und darf unter keinen Umständen erlaubt werden, denn das Gebot „Du sollst nicht töten“ gilt für alle Phasen menschlichen Lebens.“

Ich war einer der Umstehenden, die ihren Tag ganz anders begonnen hatten, als je zuvor. Die Menge hatte sich verloren, als erst der Arzt und später der Professor ausgestiegen waren. Jeder hing seinen eigenen Gedanken nach hier und da entstanden neue Diskussionen. Wir hatten 2 Meinungen gehört, die einander widersprachen. Der Arzt glaubte, das Leben gehöre uns und es sei freiwillig, was bedeutet, dass jeder von uns das Recht habe es zu beenden wann immer er es wolle. In speziellen Fällen ob der Unfähigkeit es selbst zu beenden wäre es auch rechtens andere dazu zu bemächtigen.
Der Theologieprofessor hingegegen distanziert sich von der Vorstellung, dass das Leben freiwillig sei. Er knüpft an die christlichen Gebote an und glaubt, dass Gott uns das Leben geschenkt hat. Der wenig konservative bärtige Mann stimmt aber parziell zu, dass das Leben nicht auf Kosten von Leid und Schmerz verlängert werden muss, sofern der Patient das nicht möchte.

Meiner Meinung nach ist das Leben nicht freiwillig. Ob es gottgegeben ist oder wer dafür verantwortlich ist, vermag ich nicht zu sagen. Aber keiner von uns wurde gefragt, ob er Leben möchte, also kann es nicht unsere Entscheidung sein. In bestimmten Sterbensphasen ist natürlich zu differenzieren: Sofern der Tod in nächster Zeit feststeht, sollte es der Entscheidung des Betroffenen obliegen, ob er durch chemische Produkte verfrüht sterben möchte oder nicht. Die Entscheidung hat er im Grunde sowieso schon, denn er könnte sich auch anderweitig umbringen. So böte man ihm lediglich einen humanen und menschenwürdigen Weg. Folglich schließ ich mich der Meinung des Theologieprofessors an: Das Abstellen von Geräten sollte lediglich ob einer Aussichtslosigkeit auf weiteres Leben und nur mit Zustimmung der Angehörigen passieren.
28.5.06 22:43


Arbeitsleben

Beachtlich enorm, wieviel Zeit die Arbeit für sich beansprucht. Wenn ich darüber nachdenke, dass ich 15 Stunden Zeit pro Woche an der Kasse eines Großmarktes verbringe, dann ist gleichzeitig erstaunlich, wie schnell sie vergehen. Auch wenn ich lange kein Spaß mehr an dieser eigentlich doch viel anspruchsvolleren Aufgabe als ursprünglich angenommen habe, verdiene ich dort relativ gutes Geld und obwohl es mein erster Lohn ist, ist er zugleich das finanzielle Ufer.
Diese 15 Stunde in der woche sind ungefähr die doppelte Zeit, die ich damals meiner Freundin schenken durfte. Mitunter muss ich mir aber eingestehen, dass ich zwischen Schule, Sport und Arbeit kaum mehr Zeit für eine Freundin und eine Beziehung habe. Was mir natürlich auch die Zeit nimmt über meine vergangene oder die Nichtexistenz einer Beziehung nachzudenken, denn die Vorzüge des Singlelebens habe ich mir ja selbst verboten, woran ich zunehmenden Zweifel finde. Das gehört aber wahrscheinlich dazu.
Jedenfalls fällt mir auch auf, wie anstrengend das Arbeitsleben ist. Selbstverständlich habe ich mit anstrengenden Plänen gerechnet, aber leider impliziert gerade ein Aushilfejob keinerlei Möglichkeit an der Gestaltung des Arbeitsplans mitzureden. Folglich werde ich meist so eingeteilt, dass ich andere Sachen verlegen oder fallen lassen muss. Besonders in der Ferienplanung behagt mir das gar nicht und ich habe schon den ein oder anderen Gedanken daran verschwendet, den Job nach 2 Monaten wieder zu kündigen - Ein Sebb lässt sich nicht rumschubsen. Allerdings winkt gutes Geld, welches Grundlage meines weiteren Überlebens sein würde.
Ich bin dann mal arbeiten ...
27.5.06 14:35


Neuanfang?

Überraschendswerterweise hat sich meine Laune ob dem masochistischen Versuch den letzten Tropfen zum überlaufenden Fass zu finden eher zum Guten gewandt. Sprach ich eben noch von Abschied so viel mir ein, was mir das Leben schon vor langem gezeigt hat: Wo ein Abschied ist, ist auch ein Willkommen; wo ein Ende ist, ist auch ein Anfang!
Abschied und Neuanfang geben zusammen Veränderung. Und ob jene Veränderung positiv oder negativ ist, soweit man sie überhaupt in solche Grenzen einzuordnen vermag, das entscheide immernoch ich!
Schwer ist sie, keine Frage. Ich suche Freundschaft, Liebe. Biete selbiges.
Voraussichtlich wird die Zeit ein guter Lehrer sein, der mit absoluter Strenge aber gleichzeitig erfrischender Hoffnung und Mut alte Wunden heilt und neue Wege aufzeigt. Und um wenigstens dem guten Anglizismendeutsch noch einmal würdig zu werden:

We'll see !
18.5.06 22:59


Wenn die Sonne bereits untergegangen ist und das letzte nüchtern kalte Licht vor der Nacht flüchtet, dann riecht der Tag nach Abschied und die Vögel zwitschern ein letztes Lied vom jüngsten Tag.

Während ich das Gefühl habe der Schule nachzulaufen ohne sie einzuholen und ich merke von meiner Arbeit überrannt zu werden, suche ich den Jungen, der mal so sicher den Stress des Alltags besiegte. Statt dessen finde ich einen Jemand, der sich von Tag zu Tag kämpft, dessen Horizont blutrot statt rosarot ist und der nicht mehr weiß, wo unten und oben ist.
Es ist also habe man den großen Ast aus der Hand verloren und fällt immer weiter in den Abgrund des Lebens, obgleich so manche Hand einen vom Fallen zu bewahren versucht. Und trotzdem findet man nicht den Halt, der die Mitte des Lebens bildet. Man sehnt sich danach, von jemandem in den Arm genommen zu werden, gedrückt zu werden, Herz an Herz, jemand, der einen versteht und genau weiß, wie es einem geht. Ein richtiger Freund, oder der Partner. Ersteres zu weit weg, zweiteres leider aus meinem Leben.

Ich glaube ich schreibe mal wieder ein paar Gedichte...

Ersteinmal gebe ich mir nun die volle Packung Masochismus und begeb mich in die romantischste Situation, die mir atm einfällt: Ein Spaziergang bei sternenklarem Himmel, mit Hundi natürlich.
18.5.06 22:27


Keuschheitsgelübte

Wie ärgerlich! Gibt einem Grund an seiner Selbstbeherrschung und mitunter seiner Lebensgewandtnis essenziell zu zweifeln. Es kann einem an Taktgefühl kaum fehlen, wenn man jenes so ironisch umkehrt, dass man just im falschen Augenblick etwas zerstörerisch Stupides tut. Alles das sagt, was ich denke. Ich habe es geschafft innerhalb einer schwierigen Situation 3 Menschen grundlegend zu verletzen, einer davon bin ich selbst.
Alles was ich bin und was ich von zwischenmenschlicher Nähe und Zuneigung halte, habe ich gestern aufs Spiel gesetzt und verpokert und nun ist es an mir die Trümmer meiner Unkontrolle aufzuräumen.
Es war mehr als ein einfacher Fehler, aber selbst zu eigenst hergeführten Katastrophen muss man stehen und so stehe auch wie ein Mann die Brust in den Wind gestreckt und tue einfach, als ob ich dem Wind stand hielte.
Ganz egal ob ich noch offiziell mit Canan zusammen war, Fakt ist, dass ich sie immernoch liebe und ich weiß, dass sie es auch tut. Die Tragik und der romantische und deshalb umso traurigere letzte Abend mit ihr, der für die Ewigkeit stehen sollte, wird bedroht von jenen Gefühlen des Zweifels, die aufkommen, wenn man weiß, dass der Partner fort ist. Ich habe gegen meine Prinzipien, gegen meine Lebenseinstellung und gegen alles das verstoßen, was ich bin. Die Konsequenz ist klar: ich muss beichten. Keinem Gott, sondern den Menschen, die ich liebe und das ist first of all Canan. Und mitunter muss ich mir selbst eingestehen was passiert ist und meine SChlüsse daraus nur für mich selbst ziehen. Nämlich dass körperliche Zuneigung in Zukunft Rarität ist.
Bis ich sie treffe, will ich mich von Gelüsten wie körperlicher Zuneigung lossagen. Klingt extrem, ist es auch. Klingt hart, ist es wahrscheinlich auch. Klingt komisch, ist es umso mehr. Klingt aber auch edel - aber es ist ganz gleich wie es klingt. Ich will nicht der sein, aus dem die Welt mich machen möchte, sondern im Gegenteil: Glauben ist im Grunde nicht widerlegbar, weil es die Grenzen menschlicher Argumentationsmöglichkeiten, nämlich die Grenzen von Fakten und auf Sachlichkeit beruhenden Tatsachen überschreitet. Und ich will weiter an das glauben, was ich bin.
Nennt es weltfremd!
Nennt es wie ihr wollt.

Im Übrigen gabelt sich dort vorne mein Weg. Der eine ist schön angelegt und verspricht wohligen Gang und breiten Komfort, ist aber auch gezeichnet von schweren Schritten und es wird mich viel Überwindung kosten, trotz des Attraktes meiner Umgebung weiterzulaufen und wer weiß, ob ich nicht über einen der schönen Randsteine stolper? Eigentlich weiß ich sogar, dass ich stolpern werde. Die Alternative ist ein karger Weg, dessen Ziel unbekannt und dessen Zeichen die Einsamkeit ist.

Ich freue mich auf Australien!!
14.5.06 14:03


Freiheit

Eine Illusion! Wir rennen hinter der Illusion der Freiheit hinterher, von Tag zu Tag. Kennt ihr es nicht? Wenn Abschied in der Luft liegt; Wenn du Trennung spürst; Wenn Veränderung die Zukunft bestimmt, dann hat man diese Sehnsucht.
Auch wenn man sich nach echten Freunden sehnt; MEnschen, die einen verstehen und in jeder Lage ganz gleich wie sie aussehen sollte zu untersützen wissen; Menschen, die so sind wie man selbst, die wissen, wie man tickt und die genau wissen, wann sie wie mit mir umgehen müssen. Wirkliche Freunde, solche, deren Existenz beinahe aus einer Hollywoodproduktion stammen möchte. Jene, die so viel Halt im Leben bieten, dass es vorbei ziehen könnte, wenn es wollte. Jene, die auch für schlimme Worte Verständnis finden und wissen, dass es ein Morgen gibt. Solche sucht man, denn man will mit ihnen diese Erfahrung machen: Die Erfahrung Freiheit.

Im Grunde sind wir alle abhängig und wir sind längst nicht frei, nur weil wir unserer Ketten spotten. Ich mochte diese Role Play Spiele immer unheimlich gern, weil ich am Anfang meines Lebens entscheiden durfte, welchen Charakter ich spielen durfte. Ich konnte entscheiden, wo ich lebe und welchem Beruf ich nachgehe. Das ist genau das, wonach ich mich in meinem Leben sehne. Klar, ich bin frei, kann in die Stadt fahren wenn ich will, oder ins Schwimmbad gehen. Aber kann ich, nur weil ich es möchte, heute in mein Auto steigen um an einen Ort zu fahren, weit weg von meinem zu Hause, und dort einfach leben?
Nein. Selbst wenn meine Freunde mitkämen und meine Eltern Verständnis hätten. Selbst wenn, Schule, Geld, nein es würde nicht gehen.

Ich habe seit dem Lied "Free Bird" von Lynard Skynard, eigentlich schon vorher, aber seit diesem Lied denke ich darüber nach. Ic habe diesen Traum. Meine Freunde und die Personen, die mir das wichtigste bedeutet, abgesehen von meiner Familie. Diese Freunde, welche nicht viel wären, wahrscheinlich an einer Hand abzählbar, würde ich nehmen und ein neues Leben anfangen. Ein Leben, das ich liebe, ein Leben, das mir ist. Ein Leben, für das nur ich stehe!
Wer hat mich gefragt, ob ich das Leben, was ich lebe, leben will? Keiner. Ich tu es, von Tag zu Tag wieder. Alle sagen, es ist dein Leben, mach daraus, was du willst. Aber nein, ich kann nicht tun was ich will, oder doch?
Es ist, wie ein Vogel. Ein freier Vogel, der ein Lied singt. Der von Freiheit singt und wie das Leben, was ich mir wünsche und von dem ich träume, aussieht. Der Vogel singt, dass ich das Leben finden kann. Keiner kann mir sagen, ob ich, wenn ich das Leben lebe, was ich lieben würde, nicht auch die Gedanken von Freiheit und einem jeweilig anderen Leben hätte. Aber der Alltag, der mich hier fertig macht, könnte der sein, den ich liebe.
Wenn ich meinen Traum verwirklichen könnte und mit meinen Freunden das neue Leben anfange, was ich suche, werde ich die Sehnsucht los? Der Alltag würde sich wieder einstellen! Der verhasste Alltag! Aber es könnte auch ein Alltag sein, den ich gerne lebe.
In Wirklichkeit komme ich nicht weg. In Wirklichkeit bleibt Freiheit nur eine Illusion, denn der Horizont, der Freiheit verspricht, ist auch irgendwo kein Horizont mehr. Aber das ist auch gar nicht schlimm. Freiheit zeigt einem doch nur, was einem fehlt und was man gerne verändern würde. Ich hoffe, dass ich irgendwann den Mut habe, alles das zu verändern, was ich gerne würde. Im Moment muss ich zurückstehen und akzeptieren, weiter schlucken, und auf ein Morgen hoffen.
10.5.06 23:23


Sprache

Um mir den sowieso nicht sonderlich heiteren Tag etwas aufzuhellen, versuche ich mir gerade über die Sprache Gedanken zu machen. Es ist schon amüsant, dass Benutzung und Bewutzung unmittelbar auseinander entstehen und zudem sich nur in einem Buchstaben unterscheiden. Die Folge einer Verwechslung könnte aber katastrophal enden.
In einer Diskussion mit einem Kumpel, dessen Mutter alleinerziehend ist, ist mir aufgefallen, dass jene Dame sein Vormund ob seiner Minderjährigkeit ist. Verbunden mit der Tatsache, dass sie seine leibliche Mutter ist, ist sie entsprechend komibiniert sogar sein Muttermund.
Ja, ich mache mir über die Sprache so meine Gedanken. Jugendsprache zum Beispiel. Wie kommt man bitte auf das Wort "chillen" als Synonym für relaxen, entspannen? "to chill" bedeutet ins Deutsche übersetzt "sich schauern/ frösteln". Ich kann mir beim besten Willen keinen wirklich logischen Zusammenhang puzzlen. Oder Pflanzennamen. Wie zum Teufel kommt man auf Stiefmütterchen? Gut, dass man die Stiefmutter gelegentlich auch mal in oder vielmehr unter die Erde pflanzen würde ist verständlich, aber eine Blume deshalb danach zu benennen?
Irgendwie ist es dringend Zeit schlafen zu gehen -_-
10.5.06 01:09


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